Projekttag Armut

4 Dez

Am Samstag fand der Projekttag zum Thema Armut statt. Lest hier meine Planung und wie es mit dem Besuch bei der Caritas und beim Foto-Workshop lief.

Planung

AblaufskizzeAuch wenn ich unseren Auszubildenden an der Fachstelle immer wieder sage: „Zuerst die Ziele – dann die Inhalte“, lief es beim Projekttag anders. Das liegt daran, dass die beiden Teile des Tages bereits vor Projektbeginn vereinbart wurden und Aufhänger für das Projekt sind. Entsprechend habe ich in der Planungsskizze allgemeine, für das Projekt geltende Ziele eingetragen. Mit dem Fotoworkshop am Nachmittag und dem Besuch im Caritas-Markt am Vormittag waren zwei grosse Blöcke bereits gegeben. Meine Aufgabe war es vor allem: den Tag vorzubereiten, An- und Abreise zu planen, sowie sinnvolle Übergänge zu schaffen und den Tag gut abzuschliessen. So konnte ich den Projekttag schnell vorbereiten. Dank für den Service an die Caritas Zürich und das Projekt Luutstarch, besonders an Projektleiterin Marion – hat prima geklappt.

Anreise

Schild Caritas Zürich
Die Caritas hilft

Wer im Rahmen von Katechese und Jugendarbeit einen Ausflug plant, sollte entsprechend vorbereitet sein. ÖV-Verbindungen, genauer Ort, abgesprochene Zeiten, Hinweise auf Verpflegung und Kleidung gehören dazu. Wer weiter weg fährt und / oder mit grösseren Gruppen unterwegs ist, sollte entsprechend Begleitpersonen bei sich haben. In unserem Fall war problemlos, die 15min mit 8 Jugendlichen der 2./3. Oberstufe alleine anzugehen. Ausgerüstet mit den Kontaktangaben der Erziehungsberechtigten und (vorsichtshalber) mit zusätzlichen Tickets für die Strecke verlief die Anreise Problemlos.

Caritas Markt und 2nd Hand Shop

2 Jugendliche im Caritas MarktDer Caritas Markt an der Reitergasse hat Eindruck gemacht. In angenehmer Atmosphäre können hier Menschen mit entsprechendem Ausweis einkaufen. Lebensmittel, Pflegeprodukte und mehr gibt es hier zum stark reduzierten Preis. So können von Armut Betroffene ganz normale Produkte einkaufen und so die Kosten für die Lebenserhaltung verkleinern.

2 Jugendliche betrachten KleiderIm 2nd Hand Shop stellten die Jugendlichen fest, dass dieser vor allem auf Frauen ausgerichtet ist und seinen Akzent vor allem auf Mode setzt. Die individuellen Kleidungsstücke können hier günstig erworben werden. Hierfür benötigt man keinen Ausweis. Insgesamt gilt es bei Besuchen wie diesen darauf zu achten, dass sich Inhalte nicht wiederholen. Wer bereits gut in die Thematik eingeführt hat, kann die Informationen zu „Armut“, die es standardmässig bei solchen Besuchen gibt, getrost überspringen.

Transferarbeit

Nach einer Zwischenverpflegung auf dem Heimweg galt es, den Vormittag nach- und den kommenden Workshop vorzubereiten. Dazu haben die Jugendlichen den Vormittag nochmals besprochen und Ihre Ideen aus der Einheit 2 ergänzt. Die Fotos vom Vormittag und aus der Hausaufgabe (alle Bilder hier) bildeten die Überleitung zum Workshop.

Foto-Workshop

Fotograf erklärt TechnikDer Fotograf Roberto Carbone, der von der Caritas Zürich organisiert wurde, hat diesen Workshop mit uns durchgeführt. Die Auffrischung der Armutsthematik konnten wir uns ersparen und uns zunächst auf technische Aspekte konzentrieren. Neben Auswirkungen verschiedener Perspektiven haben wir erfahren, was der „goldene Schnitt“ ist und wie er zu einer guten Bildkomposition beiträgt. Wir haben uns mit der Blende, dem Weissabgleich, dem Isowert und der Belichtungszeit beschäftigt. Technische Aspekte der FotografieHinweise zu kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen und Hilfestellungen zur Planung der Fotobeiträge rundeten den Theorieteil ab. Bleibt noch zu sagen, dass die Kameras von Smartphones vollkommen ausreichen, um am Wettbewerb teilzunehmen. Anschliessend ging es um die Umsetzung. Die Jugendlichen konnten ausprobieren und sich von Roberto Carbone beraten lassen. Besonders engagiert waren zwei Jugendliche, die sich mit Lightpainting beschäftigt haben und in diese Richtung ihr Projekt auch umsetzen werden. Dabei wird die Belichtungszeit heraufgesetzt (z.B. 8 sek.), was es ermöglicht, mit einer Lampe im dunklen Raum etwas zu „schreiben“.

Transferarbeit II

Feedback-Tool BackchannelZum Abschluss des Tages galt es einen guten Transfer zu ermöglichen. Die Jugendlichen konnten mit ihren Smartphones mittels Online-Feedback-Tool Backchannel (hat allen sehr Freude bereitet) ihre Meinung zu Vor- und Nachmittag ausdrücken. Anschliessend habe ich ihnen ihren Auftrag erklärt, die Ideen entweder alleine (2 Fotos) oder in Gruppen (3 Fotos) bis zur kommenden Einheit im Januar umzusetzen. Die Infos haben sie schriftlich und nochmals digital erhalten. In der Schlussrunde sollten die Jugendlichen etwas zum Tag sagen und ihre Ideen skizzieren, die sie nun weiter verfolgen wollen. Wie sich zeigte, kam besonders die praktische Umsetzung beim Foto-Workshop gut an.

Fazit

Ein gelungener Projekttag. Bei einer Wiederholung würde ich noch mehr Raum für die praktische Umsetzung schaffen. Hier noch ein paar Bilder:

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

Danke für eure Lektüre. Kommentare sind jeder Zeit willkommen.

0 Replies to “Projekttag Armut

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.